Kraft des Wassers
"Was das Blut für den Menschen, ist das Wasser für die Erde."
Hermann Lahm
Wasserkraft in Chile
Seit 2011 ist das Laufwasserkraftwerk in der Region Libertador Bernardo O'Higgins, Chile in Betrieb und ermöglicht die Deckung des steigenden Strombedarfes auch aus erneuerbaren Energien.
Schon während des Baus wurde das Augenmerk auf die möglichst umfangreiche Minimierung der Auswirkungen auf die Umwelt gelegt - und mittels vielfältiger Maßnahmen und innovativer Umweltinitiativen durchgeführt. Dafür erhielt das Projekt u.a. den "Hydro Project of the Year Award" (POWER-GEN International und Renewable Energy World North America) und 2011 die Auszeichnung für die "Environmental Initiative of the Year" (International Tunnelling Awards).
Das Projekt legt Wert auf die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Gemeinden und unterstützt diese mit dem Fonds "Creciendo Juntos" (gemeinsam wachsen).
Wiederaufforstung in Costa Rica
Seit dem Start dieses Projekts im Jahr 2007 wird eine Fläche von 2.115 ha Weideland, die zuvor für extensive Viehzucht genutzt wurde, nachhaltig bewirtschaftet. 1.280 ha wurden sukzessive in naturnahen Mischwaldplantagen mit überwiegend einheimischen Baumarten aufgeforstet. Insgesamt wurden mehr als eine Million Bäume mit einer Vielfalt von 17 verschiedenen Baumarten gepflanzt. Die Plantagen werden als zusammenhängender Waldbestand bewirtschaftet. Das Aufforstungsmodell besteht aus einer Mischung von Pionierbäumen, mittelstark wachsenden und langsam wachsenden Schattenbäumen.
Die Projektaktivität ist auf fünf Standorte im zentralen Norden Costa Ricas verteilt. Etwa 25 % der gesamten Projektfläche bestehen aus verbleibenden Alt- und Sekundärwäldern sowie Feuchtgebieten, von denen einige gemäß dem Forest Stewardship Council (FSC) als Wälder mit hohem Erhaltungswert (HCVF) eingestuft und bewirtschaftet werden. Diese Gebiete dienen als Lebensraum und biologische Korridore für viele seltene und gefährdete Tierarten der schwindenden atlantischen Tieflandregenwälder in Mittelamerika - insbesondere das Projektgebiet La Virgen in unmittelbarer Nähe des Nationalparks Braulio Carrillo.
Durch die ständige Überwachung der Artenvielfalt konnte festgestellt werden, dass sich 70 neue Amphibien- und Reptilienarten auf der Projektfläche angesiedelt haben. Eine der wichtigsten Baumarten, die gepflanzt werden, ist die bedrohte Art Dipteryx panamensis. Das Projekt trägt somit speziell zum Überleben dieser bedrohten Baumart in Costa Rica bei.
Darüber hinaus trägt die Existenz des Projekts dazu bei, illegalen Holzeinschlag, Wilderei und Tierhandel einzudämmen. Schließlich trägt die Wiederaufforstung von Brach- und Weideflächen zum Schutz von Wassereinzugsgebieten bei und verbessert die Wasserqualität.
Moorschutz in Deutschland
Moore speichern mehr Kohlenstoffdioxid als Wälder, obwohl sie weltweit eine viel geringere Fläche bedecken. Der Effekt beruht darauf, dass sie die CO₂-Speicherfunktion nur erfüllen können, solange ihr Wasserhaushalt intakt ist. Entwässerte Moorböden hingegen zersetzen sich und setzen dabei klimaschädliche Treibhausgase frei. Durch das Anheben des Wasserstands werden die Torfe im Moor konserviert und die Torfzersetzung vermindert oder gestoppt. Auch seltene Tiere profitieren davon, so zum Beispiel Kiebitz und Wachtelkönig oder auch Tüpfelsumpfhuhn und Moorfrosch.
Zertifizierung
Gold Standard, CDM
Zertifiziert durch
Gold Standard, United Nations
Beitrag zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs)



